I-WOLF |
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Unter dem Namen I-Wolf präsentiert
Wolfgang Schlögl, Mitglied des Musikerkollektivs
Sofa Surfers, sein erstes Soloalbum.
"Soul Strata" ist eine Reflexion der persönlichen
Lebensumstände des Künstlers. In den vergangenen
3 Jahren pendelte I-Wolf kontinuierlich zwischen
Wien, seiner Heimat, und Los Angeles, dem Wohnort
seiner Freundin. An der West Coast kam er in Kontakt
mit lokalen Musikern, was sowohl zu neuen Zusammenarbeiten
als auch zu neuen Einflüssen und Perspektiven
geführt hat.
Herausgekommen ist dabei ein großartig stringentes,
in sich geschlossenes Album, das sich einem ewigen
Thema widmet ¬ der Liebe. "Inhaltlich
ging es mir um die Auseinandersetzung mit der männlichen
Perspektive von Liebe und Emotion. Ich habe Vokalisten
gesucht, die so archaische Dinge wie Leidenschaft,
Angst vor Verlust, Vergänglichkeit etc. thematisieren
können, ohne Klischees zu bedienen ¬ und
zwar sowohl im Text, als auch in der Melodie."
Mit "Soul Strata" öffnet I-Wolf seinen
inneren Raum und lässt tief in seine Gefühlswelt
blicken. Die Intention des Albums ist, die Fassade
der äußeren Realität einzureißen
und jene Schichten und Prozesse des Seelenlebens
freizulegen, die dem Bewusstsein gleichsam vorgelagert
sind ¬ mit dem Ziel, eine musikalische Semantik
zu etablieren, die es erlaubt, das Unterbewusste
akustisch umzusetzen. Das wird nicht nur durch Klang
und Ton, sondern auch durch Worte und Lyrics veranschaulicht.
Die Stimmen und Texte auf "Soul Strata"
kommen von Ken Cesar, Damon Aaron, DJ Collage, Daelek
und Patrick. Durch die Zusammenarbeit mit diesen
außergewöhnlichen Vokalisten wirft I-Wolf
auch einen sublimen Blick auf die Wurzeln von Soul
und R&B, der in seiner Version meilenweit vom
glanzpolierten Hi-Tek-Glamour konventioneller Mainstream-Modelle
entfernt ist. "Ich habe den Fokus
des Albums auf eine Stimmung von Soul-Musik gelegt,
wie sie in den 60er Jahren als revolutionäre
Spielart, sowohl ästhetisch als auch inhaltlich,
definiert wurde. Das war ein Moment der Musikgeschichte,
in dem sich politisches Bewusstsein, Gesellschaft
und Kultur überschnitten haben."
Die Initialzündung zu "Soul Strata"
kam von einer Platte der Jazz-Legende Rahsaan Roland
Kirk. Der hatte 1971, unter dem Titel "Natural
Black
Inventions: Root Strata", ein komplettes Album
im Alleingang eingespielt, das trotzdem klang wie
eine virtuose Band-Session. Den konzeptuellen Berührungspunkt
zwischen "Soul Strata" und Roland Kirk's
"Natural Black Inventions³ definiert I-Wolf
folgendermaßen: "Roland Kirk
war bei den Aufnahmen zu ’Natural Black Inventions¹
ganz alleine in seinem Studio. Ich dachte, das ist
ja irgendwie wie bei mir. Da gibt es eine gewisse
Affinität in der Arbeitsweise - der Versuch,
eine imaginäre Band schaffen, deren fiktiven
Mitgliedern gewisse Charakterzüge durch ihre
Spielweise zugerechnet werden können."
So klingt I-Wolf's virtueller Schlagzeuger nach
einem zackigen Heißsporn, der gerne double-time
Breaks mit einem pervertierten Rock-Feeling spielt.
Die Horn Section ist leicht alkoholisiert und nie
ganz am Punkt, trägt aber dennoch die Harmonien.
Der Bassist ist ein notorischer Kiffer mit Jazz-Erfahrung
und Punk-Background, was man in seinem dreckigen
Anschlag hört. Der Gitarrist wiederum vermittelt
ein Minimal-Funk-Feeling in bester 80er Jahre Manier.
Soviel zur Ästhetik der Platte.
Mit "Soul Strata" gelingt Wolfgang Schlögl
alias I-Wolf die scheinbar mühelose Zusammenführung
von europäischer Electronic Culture, transatlantischer
Beat Science und tiefem, emotionalem Impact ¬
eine Platte, die den Begriff "Soul" für
das 21. Jahrhundert neu definiert. |
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